Bequemlichkeit versus Erfolg – mein Schweinehund als Couchpotatoe

Couchpotatoe

Kennt ihr das? Die Sportklamotten liegen bereit, die Laufschuhe stehen an der Garderobe, warten und schauen euch an. Könnten sie sprechen, würden sie mir ein „Nun mach schon!“ entgegen rufen. Sie können aber nicht sprechen. Vielleicht ist es auch besser so. An manchen Tagen ist mein innerer Schweinehund größer und mächtiger als ich es mir je hätte träumen lassen. Doch woran liegt das eigentlich? Weshalb fährt meine Motivation Achterbahn, begibt sich in schwindelerregende Höhen, um dann wieder in die Tiefen des klassischen Couchpotatoe-Daseins abzusacken und zu verschwinden? Dass ich an einem Tag Lust auf Sport habe und mich am anderen Tag in Jogginghose und Schlabbershirt verkriechen möchte, liegt nicht zwangsläufig nur an mir, sondern ist menschlich. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, meinem inneren Schweinehund in den Allerwertesten zu treten. Gott sei Dank.

Mit dem Ziel vor Augen auf die Laufstrecke

Mit dem eigenen Sportprogramm verhält es sich im Wesentlichen wie mit einem gut geführten Wirtschaftsunternehmen. Wer Ziele hat, sich einen Plan macht, wird diese auch über kurz oder lang –zumindest im Idealfall- erreichen. Hierbei habe ich das erfahren, mit dem viele andere Menschen vor mit schon konfrontiert wurden: auf dem Weg zum Erfolg demotivieren vor allem die Rückschläge. Ein Kilo mehr auf der Waage, den Berg am Ende der bekannten Strecke wieder nicht geschafft. Manchmal macht Training keinen Spaß. Die Kunst besteht daher vor allem darin, seine Ziele nicht zu hoch zu stecken, sondern vielmehr anzupassen. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, zwei Wochen vor einem Spanienurlaub ein komplettes Wörterbuch auswendig lernen zu wollen. Daher ist es selbstverständlich auch nicht sinnvoll, seinen Trainingsplan – vor allem zu Beginn – an den eines Hochleistungssportlers anzupassen. Auch wenn es sich spießig, vernünftig und langweilig anhören mag: manchmal ist weniger wirklich mehr. Kleine Erfolge machen, zumindest mir, deutlich mehr Spaß, als das Gefühl, auf dem Weg zum Ziel immer wieder kleine Rückschläge hinnehmen zu müssen.

Wenn Sport und Ernährung eins werden…

Schon nach kurzer Zeit habe ich bemerkt, dass sich durch regelmäßige Bewegung nicht nur mein Körpergefühl verbessert, sondern sich auch meine Ernährungsweise und mein allgemeines Wohlbefinden optimiert. Wo ich mir früher noch Chips und Eis verkneifen musste, ernähre ich mich heute automatisch gesünder, greife zu Obst und entscheide mich damit bewusst dagegen, meinem Körper nachhaltig zu schaden. Und seien wir mal ehrlich: eine Tafel Schokolade als Belohnung schmeckt doch ohnehin viel besser, wenn man sie sich „verdient“ hat. Und genau darum geht es beim Sport: wer seinen Körper kennt und weiß, wie Nährstoffaufnahme, Abnehmen und Co. funktionieren, weiß auch, dass sich sie ein oder andere kulinarische Sünde nicht sofort auf den Hüften nieder schlägt.

Das Motivationsprogramm für jeden Tag

Die größte Motivation, wenn es darum geht, etwas für sich und seine Gesundheit zu tun, sollte der Spaß an der Sache sein. Auch die schnellsten und nachhaltigsten Erfolge sind wertlos, wenn ihr euch Tag um Tag aufs Laufband quälen müsst und eure Lebenszeit mit etwas vergeudet, auf das ihr eigentlich keine Lust habt. Daher ist mein Tipp, dass ihr euch zunächst bewusst darüber werden solltet, welcher Sporttyp ihr seid. Wollt ihr vollkommen wetterunabhängig trainieren? Dann seid ihr sicherlich in einem Fitnessstudio am besten aufgehoben. Liebt ihr die Natur? Dann schnürt die Laufschuhe und joggt eine Runde!

Natürlich spielt für viele Menschen auch die passende Hintergrundmusik beim Training eine große Rolle. Die damit verbundene Vorbereitung solltet ihr zelebrieren. Setzt euch am Abend mit einer Tasse Tee an euren PC und stellt euch eure ganz persönliche Playlist zusammen! Bestückt sie mit euren Favoriten, die im Idealfall peppig genug sind, um euer Training rhythmisch zu untermalen.

Checkt eure Ziele!

Jeder, der trainiert, hat ein Ziel vor Augen. Vielleicht wollt ihr abnehmen, eure Kondition verbessern oder eurem Rücken etwas Gutes tun? Was auch immer ihr euch vorgenommen habt: eine kontinuierliche Dokumentation eurer Ergebnisse zeigt euch eure Erfolge „schwarz auf weiß“ auf und beweist, dass eure Mühen nicht umsonst waren.

Seid trotz allem nicht zu streng mit euch! Bei zu viel Muskelkater, einem stressigen Terminplan oder gar einer sich annähernden Erkältung ist eine Pause durchaus legitim, um danach wieder vollends motiviert durchstarten zu können!

Über den Autor

Eren ツ
Running, CrossFit, Martial Arts, Fitnessjunkie, Gin Lover & Digital Marketing Consultant. Germany, Turkey.

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