Kampfsport ist eine ganze Lebensphilosophie

Kampfsport Philosophie

Hier, in Europa, ist Kampfsport eben ein Sport wie viele andere. Es geht um körperliche Fitness, Krafttraining, Ausdauertraining und Gesundheit. Nur langsam setzt sich die Komplexität des Kampfsports durch, denn dieser ist so viel mehr, als nur ein Sport. Kampfsport ist eine Lebensphilosophie, die über Jahrtausende gewachsen ist. Es ist der Gleichklang von Körper, Geist und Seele. Kampfsport ist Bewegung und Entspannung, Verteidigung und Frieden, Fitness, Gesundheit, Wohlbefinden und noch viel mehr. Und es ist Selbsterkenntnis, Menschlichkeit und innerer Balance. Wer Kampfsport bis zur Perfektion erlernen und erleben möchte, darf sich der Geschichte und der Philosophie nicht verschließen und erlernt dabei die Kampfkunst.

Im Kampfsport steckt der Sinn des Lebens

Auch wenn der Ursprung der Kampfkünste in China vermutet wird, Kampfsport gibt es überall. Allen gemeinsam ist der philosophische Gedanke, der zwar je nach Kampfstil in der Formulierung etwas abweichen kann, aber eigentlich immer das Gleiche beinhaltet: Es ist das Streben nach Frieden und das Finden des eigenen Ichs. Es geht darum, Konfrontationen zu vermeiden. Scheinbar ist das ein Widerspruch, denn in jedem Kampfsport werden Techniken erlernt, die andere Menschen verletzen können. Der scheinbare Widerspruch löst sich aber auf, wenn man sich als Kampfsportler bewusst macht, dass es um die Verteidigung des Lebens geht und nicht um den Angriff auf Leben. Kampfkunst bedeutet in erster Linie zu begreifen, was man als Einzelner leisten kann, über welche Energie man verfügt und viel Kraft man in sich trägt.

Sieben Tugenden sollen es sein

Beim Thema Kampfkunst und Kampfsport denken viele zuerst an die berühmten Soldaten des japanischen Kaisers, die Samurai. Grundlage des Trainings waren nicht nur verschiedene Wurf- und Hebeltechniken, Körperbeherrschung und Schmerzunterdrückung, sondern besonders der Ehrenkodex „Bushido“. Bushido, das heißt „der Weg des Kriegers“. Der Ehrenkodex umfasst sieben Tugenden: Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, Mut, Güte, Höflichkeit, Wahrheit und Wahrhaftigkeit, Ehre, Treue und Loyalität. Das koreanische Taekwondo beinhaltet fünf ganz ähnliche Grundsätze. Hier geht es um Integrität, Durchhaltevermögen und Geduld, Höflichkeit, Unbezwingbarkeit und Selbstdisziplin.

Forme Deine Seele

Stress, Angst, Krieg, Unruhe, Gewalt, Scheidung, Gier – all das bestimmt Heute oft den Alltag, versucht den Menschen zu lenken. Doch nichts von dem entspricht unserem natürlichen Lebensfluss. Beim Kampfsport lernt der Schüler, nicht einfach hinzunehmen, was ihn in die Ecke drängt. Es gilt zu erlernen, das Hier und Jetzt wieder zu akzeptieren und das Glück zu zulassen, das jeder von Natur aus in sich trägt. Kampfsport ist kein Sport. Es ist eine ganze Lebensphilosophie, die auch das Leben außerhalb des Sports bestimmen sollte. Alle Kampfsportarten beinhalten immer wieder kehrende Bewegungsabläufe. So wie in der Natur jede Bewegung Tausende und Abertausende Male vollzogen wird und sich immer wieder wiederholt, ohne jemals die Gleiche zu sein. Kampfsportler öffnen mit jeder Bewegung ein Stück ihres Inneren, sie legen Ballast ab und öffnen sich die fließenden Bewegungen der Natur.

Über den Autor

Eren ツ
Running, CrossFit, Martial Arts, Fitnessjunkie, Gin Lover & Digital Marketing Consultant. Germany, Turkey.

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