Lecker, gesund und frisch gepresst – Säfte aus dem eigenen Entsafter

Entsafter

In einer modernen und ausgewogenen Ernährung spielen Säfte eine große Rolle. Zwar ist im Handel Saft aus den verschiedensten Obst- und Gemüsesorten erhältlich, am besten schmecken jedoch frisch gepresste Säfte aus der eigenen Küche. Mit einer Saftpresse oder einem Entsafter gelingt es Ihnen mühelos, aus geeigneten Früchten und Gemüse hervorragenden Saft herzustellen. Lesen Sie jetzt, wie Sie das passende Gerät für die Saftherstellung finden und welche Kriterien Sie beachten sollten!

Welche Arten von Entsaftern und Saftpressen gibt es?

Man unterscheidet drei Kategorien: die Saftpresse, den Dampfentsafter und den Zentrifugenentsafter. Die Entscheidung, welches Gerät am besten geeignet ist, hängt im Wesentlichen von der Art und Menge ab, die entsaftet werden soll.

Die Saftpresse – ideal für Zitrusfrüchte, Obst oder Gemüse

Bei der Saftpresse gibt es eine weitere Unterteilung: Für Zitrusfrüchte gibt es spezielle Pressen, die mithilfe eines Kegels und Druck die Früchte entsaften. Damit können Sie nur Zitrusfrüchte verarbeiten, also Orangen, Zitronen, Limetten, Grapefruits und Pampelmusen. Der Druck kann mechanisch oder elektrisch ausgeübt werden. Zitruspressen sind optimal geeignet, wenn Sie häufig frischen Orangensaft genießen möchten.

Des Weiteren sind Zitruspressen mit Hebelwirkung auf dem Markt, die mit einem eindrucksvollen Design in der Küche oder im Barbereich eine gute Figur machen. Wer nur hin und wieder kleine Mengen Zitronen- oder Orangensaft benötigt, ist mit einer kleinen Handpresse gut ausgestattet. Auch hier finden Sie die typische Kegelform vor. Sie setzen die quer halbierte Zitrusfrucht mit der Schnittfläche auf den Kegel und drehen die Frucht mit sanftem Druck. Nach dem gleichen Prinzipien funktioniert die elektrische Zitruspresse. Sie halten die Frucht fest, der Kegel dreht sich durch den elektrischen Antrieb. Der Saft fließt in einen Auffangbehälter, die Kerne werden durch ein Sieb zurückgehalten.

Die zweite Art der Saftpressen ist für jede Art von Obst und Gemüse geeignet. Das Prinzip beruht auf einem oder zwei schneckenförmigen Bauteilen im Inneren des Behälters. Durch Drehungen wird das zu entsaftende Gut zerkleinert und gequetscht, bis Saft austritt. Während dieses Prozesses gelangt nur wenig Sauerstoff in den Saft, der deshalb eine besonders gute Qualität aufweist. Den Rückstand bezeichnet man als Trester, der in der Regel nicht weiter verarbeitet wird. Mit dem elektrischen Antrieb arbeiten solche Saftpressen sehr schnell und zuverlässig. Das Innere muss nach der Benutzung gereinigt werden, deshalb ist es besonders wichtig, dass sich die einzelnen Teile leicht herausnehmen lassen.

Der Dampfentsafter – perfekt für große Mengen und empfindliche Früchte

Beim Dampfentsafter füllen Sie das Pressgut in einen Behälter, der über einem zweiten, mit Wasser gefüllten Gefäß angebracht ist. Dann wird das Wasser zum Kochen gebracht. Durch den Dampf, der sich entwickelt, platzt das Obst, und Saft tritt aus. Der Saft wird über einem Schlauch aus dem Gerät ausgeleitet. Dampfentsafter gibt es mit einer integrierten elektrischen Heizung, aber auch in einer Version, die direkt auf der Herdplatte zum Einsatz kommt. Gebräuchlich ist auch eine Variante, bei der Sie den Dampfentsafteraufsatz in Verbindung mit einem großen Einkochtopf benutzen können.

Wenn Sie häufig große Mengen Obst und Gemüse zu Saft verarbeiten, ist der Dampfentsafter optimal geeignet. Die Ernte aus dem eigenen Garten können Sie damit mühelos zu Saft verarbeiten. Den Saft füllen Sie heiß in Flaschen ab. Zur sicheren Haltbarkeit können Sie die Flaschen anschließend noch im Einkochtopf oder im Backofen sterilisieren. So schaffen Sie sich einen Vorrat, der mit ausgezeichneter Qualität und langer Haltbarkeit beeindruckt. Besonders gut geeignet ist der Dampfentsafter, wenn Sie empfindliche Beeren, zum Beispiel Johannisbeeren oder Stachelbeeren, entsaften möchten.

Der Zentrifugenentsafter – optimal für hartes Obst und Gemüse und große Mengen

Hartes Obst und Gemüse können Sie in kleineren Mengen mit einer Saftpresse entsaften. Fallen jedoch größere Mengen an, ist ein Zentrifugenentsafter besser geeignet. Er funktioniert so, dass das Pressgut zunächst über eine Reibscheibe läuft und mit dieser zerkleinert wird. Die Reibscheibe dreht sich sehr schnell und schleudert das geriebene Gut gegen ein Sieb. Das Sieb fängt die Rückstände auf, der Saft läuft über einen Ausgießer in ein separates Gefäß. Der Vorteil des Zentrifugenentsafters liegt darin, dass Sie damit große Mengen, auch an hartem Obst und Gemüse, in sehr kurzer Zeit entsaften können. Dieser Gerätetyp ist auch für weiche Sorten geeignet. Nachdem das Pressgut – im Gegensatz zum Dampfentsafter – nicht erhitzt wird, bleiben besonders viele Vitamine erhalten.

Sonderfall Smoothie

Kann man Smoothies zu den Säften ordnen? Im weitesten Sinne ja, aber für Smoothies wird das gesamte Obst beziehungsweise Gemüse verarbeitet, es bleibt kein oder kaum Rückstand zurück. Für selbst hergestellte Smoothies können Sie spezielle Smoothie-Maker verwenden oder zum bekannten Mixer mit Schlagmesser greifen. In jedem Fall sind Smoothies eine schmackhafte und sättigende Saftvariante, die in dieser Aufstellung nicht fehlen sollte.

Handhabung und Reinigung der Entsafter und Saftpressen

So manches neue Küchengerät hat nur eine kurze Lebenszeit. Nicht, weil es schnell kaputt geht, sondern weil sich die Benutzung als unpraktisch herausstellt. Deshalb sind einige Punkte wichtig, bevor Sie sich für den Kauf eines Entsafters entscheiden. Mit diesem kurzen Fragenkatalog wird Ihnen die Entscheidung für den richtigen Entsafter hoffentlich erleichtert.

Wo soll das Gerät stehen? Ist es täglich im Einsatz, haben Sie dafür Platz auf der Arbeitsfläche in der Küche oder müssen Sie es im Schrank verstauen und jeweils bei Bedarf hervorholen? Ist der Entsafter sofort einsatzbereit oder müssen Sie ihn erst umständlich zusammenbauen? Ist das Gerät laut oder leise? Wie funktioniert die Reinigung, können die einzelnen Teile in die Geschirrspülmaschine?

Entsafter und Saftpressen – Qualitätsmerkmale im Überblick

Folgende Kriterien sind bei der Entscheidung für Saftpressen und Entsafter wichtig, und zwar unabhängig vom Gerätetyp:

  • Das Gehäuse

Am hochwertigsten sind Gehäuse aus Edelstahl. Wer großen Wert auf eine bunte Optik legt, findet im Handel Edelstahl-Geräte, die farbig lackiert sind. Ist das Gehäuse aus Kunststoff, hängt es von der Art des Kunststoffs und der Verarbeitung ab, wie die Qualität beschaffen ist.

  • Das Innenleben

Die inneren Teile, also je nach Art des Geräts Kegel, Reibscheiben, Schnecken und Siebe, sollten am besten aus nicht rostendem Stahl sein. Achten Sie darauf, dass die Teile einfach und ohne Verletzungsgefahr zur Reinigung aus dem Gerät entnommen und danach wieder eingesetzt werden können. Wer den Entsafter häufig benutzt, ist gut beraten, wenn alle heraus- und abnehmbaren Teile im Geschirrspüler gereinigt werden können.

  • Einfülltrichter, Ausgießer und Auffangbehälter

Diese Teile sind zweckmäßigerweise aus Kunststoff. Eine leichte Reinigung ist damit ganz ohne Probleme möglich. Saftpressen müssen nach jedem Einsatz sorgfältig gereinigt werden, Rückstände dürfen nicht in dem Gerät verbleiben.

  • Die Elektrik

Saftpresse und Entsafter sollten über einen leistungsfähigen Motor verfügen. Mit einer guten Isolierung und einer sicheren Standfestigkeit arbeitet das Gerät leise und bewegt sich während des Entsaftens nicht von der Stelle.

Kombigeräte, praktisch und rasch einsatzbereit

Zu etlichen Küchenmaschinen gibt es leistungsfähige Entsafteraufsätze. Damit brauchen Sie kein eigenes Gerät anzuschaffen, sondern können den Einsatzbereich Ihrer Küchenmaschine sinnvoll erweitern.

Sicherheit hat Vorrang – auch bei Saftpressen und Entsaftern

Gute Geräte sind auf Herz und Nieren geprüft. Es muss ausgeschlossen sein, dass Sie während des laufenden Betriebs in das Gerät fassen können. Auch wenn das Pressgut über einen Trichter eingefüllt und mithilfe eines Einfüllstutzens nach unten geschoben wird, dürfen Ihre Finger nicht mit dem Innenleben in Berührung kommen. Des Weiteren ist es wichtig, dass das Gerät standfest ist. Saugnäpfe an der Unterseite halten die Presse zuverlässig auf der Arbeitsfläche fest. Lassen Sie Ihre Saftpresse trotzdem nicht allein und unbeaufsichtigt, während des Pressvorgangs sollten Sie stets in der Nähe sein.

Mit selbst gemachten Säften durch das Jahr – eine kleine Auswahl an Obst- und Gemüsesäften

Zu jeder Jahreszeit besonders feine Säfte aus eigener Herstellung, damit überraschen Sie Ihre Familie, Ihre Gäste und nicht zuletzt sich selbst!

Fit durch den Winter: Orangen, Grapefruits und Kiwis sorgen für genau den Vitaminschub, der Ihr Immunsystem stärkt. Wenn ein höherer Sättigungsgrad erwünscht ist, geben Sie eine Banane mit in den Entsafter. Hohe Mengen an Vitamin C finden Sie auch in frisch gepresstem Sauerkraut. Zu den typischen Wintergemüsen, die sich perfekt entsaften lassen, zählen Rote Bete, Schwarze Rettiche und Karotten. Diese Sorten können Sie auch mischen, dadurch ergeben sich interessante Geschmacksvarianten!

Die Frühjahresmüdigkeit vertreiben Sie mit leckeren Säften aus Erdbeeren und Rhabarber, sehr gut kommen auch Kombinationen mit dem Ganzjahresobst Apfel an. Frisch und grün, so zeigen sich die frühlingshaften Gemüsesäfte. Pressen Sie aus, was Sie auf dem Markt finden, von Gurken über Radieschen bis hin zum Stangensellerie und ersten Frühjahrsspinat. Eine Handvoll Kräuter, fein gehackt oder im Mixer zerkleinert, peppt den grünen Saft zusätzlich auf.

Im Sommer lockt die ganze Pracht, frisch aus dem Garten oder vom Markt. Rote Früchte wie Erdbeeren, Kirschen und Johannisbeeren können Sie gut miteinander kombinieren. Dazu passen die ersten Aprikosen und Pfirsiche, aber auch Melonen ergeben einen leckeren Saft. – lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf! Wer lieber Gemüsesäfte genießt, kann zarte, junge Rettiche und Tomaten in den Entsafter geben.

Der Herbst lockt mit einer reichen Fülle. Weintrauben und Äpfel, Birnen und Zwetschgen oder Mirabellen sorgen für Abwechslung in den Saftpressen. Der Kürbis zählt botanisch gesehen zu den Beeren. Roh eignen sich jedoch nur einige Sorten, zum Beispiel der bekannte Hokkaido, den Sie gut auspressen können. Vom Gemüsebeet kommen jetzt Unmengen von Karotten, die sowohl als Einzelgemüse als auch in der Kombination mit Äpfeln einen hervorragenden Saft ergeben.

Selbstverständlich sind die Entsaftergeäte nicht nur für heimische Obst- und Gemüsesorten geeignet. Sie können damit aus vielen exotischen Früchten und etlichen Gemüsearten aus fernen Ländern Ihren individuellen Saft herstellen. Schließlich eignen sich gute Saftpressen auch zum Entsaften von Weizengras und Kräutern.

Die Entscheidung für einen Entsafter oder eine Saftpresse ist zugleich eine Entscheidung für eine bewusste Ernährungsweise. Ob Sie auf konventionelle Kost setzen, sich vollwertig, vegetarisch oder vegan ernähren, frisch gepresste Säfte sind in jedem Fall eine Bereicherung Ihres täglichen Speiseplans!

Über den Autor

Eren ツ
Running, CrossFit, Martial Arts, Fitnessjunkie, Gin Lover & Digital Marketing Consultant. Germany, Turkey.

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